TVO-Kalender

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Volleyball beim TVO

Die erste Volleyball-Mannschaft, mit der der TV Ottweiler im Saarland an der Spielrunde der Kreisklasse B Nord teilnahm, war eine Herrenmannschaft in der Saison 1978/1979. In das Jahr 1978 fällt auch die Gründung der Volleyballabteilung des TV Ottweiler.  Dem voraus gingen bereits zwei gescheiterte Versuche, den Volleyballsport mit „älteren Sportlern” aus anderen Abteilungen des TV Ottweiler heimisch zu machen. Die ersten echten Gehversuche mit der Mannschaftsmeldung 1978/1979 wurden unter der Regie von Manfred Hopf als frischgebackenem Abteilungsleiter Volleyball, Trainer und Spieler mit einer volleyballinteressierten Truppe von Jugendlichen unternommen.

Aller Anfang ist schwer. So musste die Mannschaft in der ersten Saison aus personellen Gründen sogar wieder vorzeitig vom Spielbetrieb abgemeldet werden. Auch der sportliche Erfolg ließ erst einmal lange auf sich warten. So konnte in der Saison 1980/1981 der erste und in dieser Saison einzige Sieg – gegen die 2. Mannschaft des TV Wemmetsweiler – errungen w erden.

Mit ständigem Zuwachs an Mitgliedern etablierte sich rasch ein reger Trainings- und Spielbetrieb, der dann 1980 auch zur Meldung der ersten Damenmannschaft im TV Ottweiler Volleyball führte. Bereits in der 2. Saison 1981/1982 gelang der Damenmannschaft mit einem jungen Team der 2. Tabellenplatz in der Kreisklasse B und somit der Aufstieg in die Kreisklasse A.

Die Saison 1982/1983 stand nun aber unter dem Stern der Herrenmannschaft. Konnten bis vor dieser Spielrunde in Summe erst drei Siege für die Volleyballherren des TVO verbucht werden, so erstaunte nun eine fast makellose Saison alle Beteiligten. Nach einer bereits erfolgreichen Vorrunde wurden in der Rückrunde alle Spiele gewonnen und somit der 2. Tabellenplatz hinter dem TV Bliesen erreicht, der zum Aufstieg in die Kreisklasse A qualifizierte.

Die Damenmannschaft – mit dem Ziel des Klassenerhalts nach dem Aufstieg – konnte die in sie gesetzten Erwartungen allerdings nicht erfüllen. In den folgenden Jahren mauserte sich das Damen-Team als eine echte Fahrstuhlmannschaft: nach dem Aufstieg der Abstieg, Wiederaufstieg, Wiederabstieg und nach der Saison 1984/1985 der Auseinanderfall des Teams in der bisherigen personellen Konstellation.

Die Herrenmannschaft zeigte sich hier konstanter. Nach dem Klassenerhalt in Saison 1983/1984 konnte mit nun eingespieltem Team in Saison 1984/1985 sogar die Meisterschaft in der Kreisklasse A errungen und somit der Aufstieg in die Bezirksklasse Ost erreicht werden.

Mit der Saison 83/84 beginnt auch die erfolgreiche Jugendarbeit der Volleyball-Abteilung. In dieser Saison ging eine männliche Jugend B an den Start, die sich in der Bezirksklasse mit dem 8. Tabellenplatz wacker behauptete. Im Folgejahr war schon der 4. Tabellenplatz geschafft. Die Saison 1985/1986 sollte mit der Vize-Saarlandmeisterschaft und der Teilnahme an den Südwestdeutschen Meisterschaften die erfolgreichste Saison dieser Jugendmannschaft darstellen. Noch im gleichen Jahr wurde das Landesturnfest in Homburg gewonnen, was zur Teilnahme am DTB-Volleyballfinale in Itzehoe/Schleswig-Holstein berechtigte. Auf dieser turnerbundinternen deutschen Volleyballmeisterschaft konnte unsere männliche Jugend den hervorragenden 5. Tabellenplatz erreichen.

Die Saison 1985/1986 stand insgesamt unter einem guten Stern für die Volleyballer. Die Damenmannschaft konnte sich mit jungen Spielerinnen neu formieren, in guter Tradition an das bereits erwähnte Fahrstuhlgeschäft anknüpfen und mit dem 2. Tabellenplatz in der Kreisklasse B den möglichen Aufstieg in die A-Klasse feiern. Wohl wissend der Probleme nach einem frühen Aufstieg verzichtete das junge Team allerdings auf die höhere Einklassierung und spielte in dieser Formation bis in die Saison 1987/1988 in der Kreisklasse weiter.

Aufgrund des starken personellen Zuwachses – insbesondere im Herrenbereich – konnte in der Saison 1985/1986 bereits eine 2. Herrenmannschaft zum Spielbetrieb gemeldet werden. Erste und zweite Herrenmannschaft – mit den Spielern aus der erfolgreichen Jugendmannschaft besetzt – konnten den spielerischen Anforderungen ihrer Spielklassen sehr gut gerecht werden. Der ungefährdete Klassenerhalt der Herren I in der Bezirksklasse und der 3. Tabellenplatz der Herren II im Startjahr, was den sofortigen Aufstieg von der B- in die A-Klasse zur Folge hatte, sind Beweise für die kontinuierliche sportliche Weiterentwicklung.

In der Saison 1987/1988 wurde mit einer weiteren männlichen Jugendmannschaft ein neuer Grundstein für viele in den Folgejahren errungene Saarland- und Vize-Saarlandmeisterschaften sowie gute Platzierungen auf Südwestdeutschen Meisterschaften im männlichen Jugendbereich gelegt. Parallel zu den Erfolgen in den Jugendspielrunden entwickelte sich der kontinuierliche Aufstieg der Herrenmannschaften im TVO. In der Saison 1987/1988 konnte bereits mit dem 2. Tabellenplatz der Aufstieg in die Saarlandliga erreicht werden.

Die ersten Gehversuche in der damals obersten saarländischen Spielklasse gestalteten sich allerdings schwierig. So musste man sich zum Abschluss der Spielrunde leider mit dem Abstieg in die Bezirksklasse abfinden. Nun war eine Neuformierung der Mannschaft angesagt. Die erfolgreichen Spieler der Jugendmannschaften sollten nun die Sache in Hand nehmen und die „alte Garde” ging bis auf wenige Ausnahmen in die 2. Herrenmannschaft zurück. Das hatte natürlich zunächst einmal zur Folge, dass die 2. Herrenmannschaft schnell den Aufstieg und den erfolgreichen Klassenerhalt in der Bezirksklasse Ost erreichen konnte, die 1. Herrenmannschaft aber drei Jahre in Folge mit dem 2. oder 3. Tabellenplatz immer wieder den Aufstieg in die Saarlandliga verpasste. Erst im 4. Anlauf wurde mit einem eindrucksvollen Durchmarsch der Aufstieg endlich umgesetzt. Es folgte in der Saison 1993/1994 der sichere Klassenerhalt. Mit einigen Verstärkungen von auswärts sowie der Rückkehr von vormals zu anderen Vereinen gewechselten ureigenen Ottweiler Spielern konnte bereits im Anschlussjahr der Aufstieg in die Oberliga Südwest geschafft werden. Dieser erste überregionale Auftritt der Ottweiler Herren war auf Anhieb erfolgreich. In der Oberligasaison 1995/1996 wurde direkt der 3. Tabellenplatz erkämpft, was nach Aberkennung mehrerer Spielgewinne des Meisters TV Enkenbach sogar den abschließenden 2. Platz in der Oberliga und somit die Qualifikation zum Relegationsspiel für die Regionalliga zur Folge hatte. Probleme mit der damaligen Mannschaftstrainerin, die anschließende Trainersuche nach Saisonabschluss und die plötzliche Qualifikation zum Relegationsspiel führten zu der Situation, dass die Relegation gegen SSC Vellmar (Kassel) mit Hin- und Rückspiel klar an die Hessen ging. Die nächste Saison sollte nun aber einen weiteren Schritt nach vorne bringen und Ziel war eindeutig, den Ausgang der Meisterschaft entscheidend mitbestimmen zu wollen. Doch wie so oft kommt alles ein wenig anders. Zwei Wochen vor Saisonbeginn der Oberliga 1996/1997 meldete sich eine Mannschaft aus der Regionalliga ab und ermöglichte somit dem TV Ottweiler nach nur einem Jahr Oberligaerfahrung den direkten Aufstieg in die Regionalliga Südwest (Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen). Ohne die Chance, die Mannschaft personell weiter verstärken zu können, begann der beherzte Kampf um den Klassenerhalt. In der Vorrunde konnten zwar einige spielerische Akzente gesetzt und viele Spiele offen gestaltet werden. Leider gingen auch diese Höhepunkte mit den „Big Points” zum Schluss immer knapp an die „alten Hasen” der Liga. Mit Querelen in der Mannschaft und mehrfachem Verletzungspech musste die Saison ohne Spielgewinn abgeschlossen werden. Im Rückblick wäre es hinsichtlich der Motivation der Spieler sicher besser gewesen, auf den „geschenkten” Regionalliga-Aufstieg zu verzichten. Nach dem punktlosen Abstieg verließen mehrere Spieler die Mannschaft. Manche wechselten den Verein, andere hörten ganz auf. Die Verbliebenen gingen, verstärkt mit Jugendspielern, in die Oberligasaison 1997/1998.

Parallel zu den Erfolgen der ersten Herrenmannschaft begann der Aufbau einer weiblichen Jugendmannschaft. Schnell stellten sich erste Erfolge ein und nach zwei Jahren und der ersten B-Jugend- Saison hatte der TV Ottweiler plötzlich ein weibliche Jugendmannschaft, die bis an das Ende der AJugend im Saarland nicht mehr zu schlagen war. Die Mannschaft räumte einen Saarlandmeistertitel nach dem anderen ab, war Dauersieger des V&B-Turniers und stets hervorragender Repräsentant des TV Ottweiler und des saarländischen Volleyball-Verbandes bei den Südwestdeutschen Meisterschaften. Größter Erfolg dieser Jugendformation war der Sieg bei den Südwestdeutschen Meisterschaften und die anschließende Teilnahme an den Deutschen Jugend-Meisterschaften in Hamburg. Im Volleyball gibt es hinsichtlich des Einsatzes in Aktiven-Mannschaften keine Altersbeschränkung, weil das Spiel ohne Körperkontakt zum Gegner verläuft. Daher wurde die Jugendmannschaft sehr früh bereits parallel als Damenmannschaft zur Spielrunde angemeldet. Ähnlich den Erfolgen im Jugendbereich ergab sich nun ein unvorhersehbarer Siegeszug der Volleyball-Damenmannschaft des TV Ottweiler. Gleich die erste Spielrunde wurde mit dem Aufstieg belohnt und die vier nächsten Spielrunden ebenfalls. So befand man sich im 5. Jahr – Saison 1996/1997 – bereits in der Oberliga Süd-West, die man nach einem Durchmarsch in der Rückrunde mit dem 5. Platz abschließen konnte. Aufgrund dieser hervorragenden Leistung wurden unsere Damen dann auch ins Fernsehstudio auf den Halberg zur SPORT-ARENA eingeladen! Doch wie immer, wenn man hoch oben ist, geht es irgendwann bergab. Nach dem Abstieg der Herren I aus der Regionalliga und dem anschließenden Versuch eines Neuaufbaus, mussten die so erfolgreichen Damen I nach Saisonende vom Spielbetrieb abgemeldet werden. Gründe hierfür waren der Weggang einiger Spielerinnen (Studium, etc.), aber auch das bewusste Ausscheiden älterer Spielerinnen aus dem aktiven Sport. Leider konnte die 2. Damenmannschaft, die sich in den Kreisligen etablierte hatte, den Spielerinnenverlust nicht ausgleichen, weshalb die 1. Damenmannschaft ersatzlos aus dem Spielbetrieb genommen werden musste. Die harte Arbeit am Erfolg der aktiven Mannschaften sowie der Studienabschluss und die Arbeitsaufnahme vieler Trainer aus dem Jugendbereich führten bereits zur Jahrtausendwende zu einem Mangel an „willigen“ jungen Spieler(inne)n. Der Damenbereich war weiter wechselnd mit weiblicher Jugend und/oder Damenmannschaften in den Bezirksligen präsent.

Der Herrenbereich entschied sich zu einer Spielgemeinschaft mit dem TV Rohrbach. So spielten über einige Jahre die Herren I in der Oberliga und der Verbandsliga, die Herren II (ehemals Rohrbach II) ebenfalls in der Verbandsliga und die Herren III (ehemals Ottweiler II) in der Landesliga. Doch ohne Nachwuchsarbeit bluteten auch diese Mannschaften nacheinander aus, sodass 2005 die letzte Herrenmannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet werden musste. Der Spielbetrieb bei den Damen wird bis dato von einer aktiven Mannschaft bestritten. Aufgrund der geringen Abteilungsstärke und dem fehlenden Vereinsengagement der verbliebenen Mitglieder wurde die Abteilung Volleyball im Jahr 2007 aufgelöst und der Abteilung Turnen als Sparte organisatorisch angegliedert. Neben dem Spielbetrieb innerhalb des saarländischen Volleyballverbandes machten die Volleyballer(innen) des TVO aber auch mit vielen Veranstaltungen auf sich aufmerksam. Neben der Teilnahme an den Altstadtfesten und den Weihnachtsmärkten mit einem eigens gefertigten Volleyballerstand war man auch mit sportlich hochkarätigen Veranstaltungen unterwegs. 1997 richtete der TV Ottweiler unter dem Veranstalter „Förderverein Volleyball Ottweiler e. V.“ erstmals den „Volleyball Karlsberg-Cup“ in seiner 9. Auflage in der Joachim-Deckarm-Halle in Saarbrücken aus. Der Karlsberg-Cup war zu diesem Zeitpunkt und in den folgenden Jahren das höchstklassigste Volleyball-Herrenturnier im südwestdeutschen Raum. Vier internationale Mannschaften der Spitzenklasse bereiteten sich auf diesem Turnier für die kommende Saison vor. Neben dem Mörser SC und Bayer Wuppertal (Spitzenclubs aus der 1. Volleyball-Bundesliga) war mit CS Gran Canaria und Ulbra Diadora Sao Paulo (Tabellenzweiter aus der 1. brasilianischen Liga) ein hervorragendes Teilnehmerfeld am Start. Beim 10. Karlsberg-Cup konnte der Vorjahressieger Ulbra Diadora Sao Paulo erneut empfangen werden – diesmal sogar als amtierender brasilianischer Meister. Gegner aus dem russischen Sibirien, der dänische Vize-Meister und sogar die inoffiziell als „All-Star-Team” spielende deutsche Nationalmannschaft komplettierten das Teilnehmerfeld. Nach einem Jahr Pause ging es mit dem 11., 12., 13. und 14. Karlsberg-Cup – jetzt allerdings in der Seminarsporthalle in Ottweiler – auf gleichem sportlichem Niveau weiter. Auch im Jugendbereich richtete der TV Ottweiler – Abteilung Volleyball mit zwei Auflagen des Volksbanken-Cups ein internationales Jugendturnier der Sonderklasse aus. Eigens wie beim Karlsberg-Cup mit einem speziellen Turniermanager am Start, erlebte die Seminarsporthalle ein Jugendturnier mit deutschen Meistern, Landesauswahlmannschaften und zahlreichen Jugendnationalmannschaften aus dem europäischen Umland! Leider mussten anhand des immer weiter voranschreitenden Mitgliederschwundes die Veranstaltungen und auch der Spielbetrieb immer weiter zurückgefahren werden, was dann final zu der Auflösung der Abteilung führte.